Häufige Fragen
Eine präzise Frage verdient eine präzise Antwort.
Buchhaltung und Verwaltung, Steuern, Firmengründung, Revision und internes Kontrollsystem, Unternehmensberatung, Schulung und Coaching, Grenzgänger Frankreich–Schweiz: sieben Fachgebiete, jedes mit den am häufigsten gestellten Fragen.
Grenzgänger Frankreich–Schweiz
Wie viel Homeoffice darf ich von Frankreich aus leisten, ohne das Steuerregime zu wechseln?
Seit dem 1. Januar 2026 darf eine Grenzgängerin oder ein Grenzgänger bis zu 40 % der jährlichen Arbeitszeit von Frankreich aus im Homeoffice arbeiten, vorübergehende Einsätze eingeschlossen, ohne dass das Einkommen in Frankreich steuerbar wird. Die genauen Folgen einer Überschreitung dieses Schwellenwerts hängen von Ihrer Situation ab und sollten mit Ihnen geprüft werden.
Begleitet das Büro Grenzgängerinnen und Grenzgänger auch bei der Stellensuche in der Schweiz?
Ja, in mehreren Formen je nach gewünschtem Umfang der Begleitung: von der punktuellen Orientierung zu dem für das Profil am besten geeigneten Kanton und Tätigkeitsbereich bis hin zu einer umfassenderen Begleitung mit Bewerbungsstrategie, Klärung der Statusfragen vor dem Stellenantritt und Einordnung der Regimeunterschiede je nach vorgesehenem Arbeitgeber oder Kanton.
Welches Krankenversicherungsregime gilt für eine Grenzgängerin oder einen Grenzgänger?
Wer dem schweizerischen Sozialversicherungssystem angeschlossen ist, verfügt für die Krankenversicherung über ein Wahlrecht zwischen dem französischen und dem schweizerischen System, das innerhalb einer bestimmten Frist nach Beginn der Tätigkeit auszuüben ist. Die Wahl ist grundsätzlich endgültig, ausser bei einer Änderung der Verhältnisse.
Bleibt die Bewilligung G gültig, wenn ich regelmässig im Homeoffice arbeite?
Ja, soweit die Bewilligung G eine Rückkehr an den Hauptwohnsitz in Frankreich mindestens einmal pro Woche voraussetzt — eine Bedingung, die mit einem Homeoffice innerhalb des Schwellenwerts von 40 % weitgehend vereinbar ist.
Wie erhalte ich zu viel bezahlte Quellensteuer zurück?
Die Quellensteuer wird nach einem Standardtarif erhoben, der die tatsächliche Situation der steuerpflichtigen Person nicht berücksichtigt: Familienlasten, effektive Berufskosten, dritte Säule. Eine Analyse Ihrer Situation zeigt oft eine Abweichung zwischen diesem Tarif und Ihrer tatsächlichen Belastung, und ein fristgerecht eingereichtes Gesuch um Neuveranlagung kann dann erlauben, erhebliche Beträge zurückzuerhalten. Die Einreichungsfrist, festgesetzt auf den 31. März des Folgejahres, kennt keine Nachholmöglichkeit.
Gilt der Schwellenwert von 40 % auch für meine Sozialversicherungen?
Nein, und das ist die teuerste Verwechslung in diesem Bereich. Der Schwellenwert von 40 % ist STEUERLICH. Auf der Seite der Sozialversicherung gibt es drei Zonen: unter 25 % Homeoffice ist nichts zu unternehmen; zwischen 25 % und 50 % bleiben Sie in der Schweiz angeschlossen, die A1-Bescheinigung wird jedoch obligatorisch, und es ist der Arbeitgeber, der sie beantragt; ab 50 % wechselt der Anschluss nach Frankreich, und der Schweizer Arbeitgeber leistet dort Beiträge. Folge: Wer zu 45 % im Homeoffice arbeitet, ist steuerlich im Verstoss und sozialversicherungsrechtlich in Ordnung. Beide Feststellungen treffen gleichzeitig zu.
Ich arbeite in Nyon, mein Nachbar in Genf. Weshalb bezahlen wir nicht am selben Ort?
Weil beidseits einer Kantonsgrenze zwei verschiedene Texte gelten. Die Waadt fällt unter das Abkommen vom 11. April 1983: Die Steuer ist in Frankreich geschuldet, und der Arbeitgeber behält nichts zurück, sobald ihm die Ansässigkeitsbescheinigung vorliegt. Genf fällt unter das Abkommen von 1966: Die Steuer wird monatlich an der Quelle, in der Schweiz, erhoben. Das ist keine Frage der Entfernung, sondern eine Frage des Textes.
Kann mir ein einziger Einsatztag in Frankreich den Status kosten?
Im Regime des Abkommens von 1983 ja. Enthält der überschiessende Teil Ihrer Einsätze auch nur einen einzigen in Frankreich geleisteten Tag, entfällt der Grenzgängerstatus vollständig. Einsätze in Drittstaaten bleiben innerhalb einer Jahresgrenze gedeckt. Es ist die Art von Detail, die man erst im Zeitpunkt der Veranlagung entdeckt.
Buchhaltung und Verwaltung
Wie oft muss ich meine Buchhaltungsbelege übermitteln?
Eine monatliche Übermittlung wird empfohlen: Sie erlaubt es, die Liquidität in Echtzeit zu verfolgen, die MWST vorwegzunehmen, ein Auflaufen zum Jahresende zu vermeiden und die Kosten im Griff zu behalten. Eine monatliche Abstimmung auf einer begrenzten Zahl von Belegen erfordert deutlich weniger Arbeit als eine gebündelte Aufarbeitung über mehrere Monate. Eine vierteljährliche Übermittlung bleibt bei geringem Volumen möglich, verzögert jedoch die Sicht auf die Ergebnisse.
Welche Belege muss ich aufbewahren, und wie lange?
Alle Belege, die einen Buchungsvorgang nachweisen — Rechnungen, Bankauszüge, Verträge, Lohnabrechnungen —, sind zehn Jahre lang aufzubewahren, in Papierform oder elektronisch, gemäss den schweizerischen Vorschriften über die Buchführung. Elektronische Rechnungen müssen zudem während dieser ganzen Dauer lesbar und unveränderbar bleiben.
Muss ich als selbstständig erwerbende Person eine vollständige Buchhaltung führen?
Das hängt von Ihrem Umsatz ab. Unterhalb eines bestimmten Schwellenwerts genügt eine vereinfachte Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben. Darüber wird eine vollständige Buchhaltung mit Bilanz und Erfolgsrechnung obligatorisch. Der genaue Schwellenwert und seine Anwendung auf Ihre Situation verdienen es, gemeinsam geprüft zu werden.
Was bedeutet der Jahresabschluss konkret?
Der Abschluss ist der Vorgang, der eine laufende Buchhaltung in eine Jahresrechnung überführt: Abgrenzung von Aufwand und Ertrag, Abschreibungen, Rückstellungen, danach Erstellung der Bilanz und der Erfolgsrechnung. Es ist zugleich der Moment, in dem die Steuererklärung des Unternehmens vorbereitet wird.
Was geschieht, wenn meine Buchhaltung mehrere Geschäftsjahre im Rückstand ist?
Eine Aufarbeitung der Buchhaltung ist immer möglich, ihr Umfang schwankt jedoch stark je nach Zahl der betroffenen Geschäftsjahre und Zustand der vorhandenen Belege. Die Dringlichkeit ist nicht dieselbe, je nachdem, ob eine Steuerprüfung, ein Kreditgesuch oder eine Abschlussfrist bevorsteht. Ausgangspunkt ist stets eine Bestandsaufnahme des Vorhandenen, bevor die anstehende Arbeit geschätzt wird.
Steuern
Welche Abzüge kann ich als angestellte Person geltend machen?
Berufskosten — Fahrten, Verpflegung, berufsbezogene Weiterbildung —, Beiträge an die dritte Säule, Krankenkassenprämien und gewisse Kinderbetreuungskosten sind in der Regel abziehbar. Die genauen Beträge und Bedingungen variieren je nach Kanton: Eine Überprüfung Ihrer Steuererklärung stellt sicher, dass kein Abzug vergessen wurde.
Was ist der Unterschied zwischen der direkten Bundessteuer und der Kantons- und Gemeindesteuer?
Die direkte Bundessteuer ist in der ganzen Schweiz gleich und macht einen verhältnismässig bescheidenen Teil der gesamten Steuerlast aus. Die Kantons- und Gemeindesteuer hingegen unterscheidet sich stark von Kanton zu Kanton und mitunter von Gemeinde zu Gemeinde innerhalb desselben Kantons. Sie erklärt den grössten Teil der Unterschiede in der Besteuerung zweier Steuerpflichtiger mit vergleichbarem Einkommen, aber unterschiedlichem Wohnort.
Muss ich meine Wertschriften und Anlagen auch dann deklarieren, wenn ich sie nicht verkauft habe?
Ja. Das bewegliche Vermögen — Aktien, Fonds, Wertschriftendepots — wird jedes Jahr zum Wert per 31. Dezember deklariert, unabhängig davon, ob ein Gewinn angefallen ist. Vereinnahmte Dividenden und Zinsen sind als Einkommen steuerbar; private Kapitalgewinne auf Wertschriften sind grundsätzlich steuerfrei, ausser in besonderen Konstellationen.
Ab wann muss sich mein Unternehmen bei der MWST anmelden?
Sobald der Jahresumsatz aus Leistungen, die nicht von der Steuer ausgenommen sind, CHF 100 000 erreicht, wird die Anmeldung bei der MWST obligatorisch, mit einer Frist von dreissig Tagen für die Meldung an die Eidgenössische Steuerverwaltung. Bei einem startenden Unternehmen wird dieser Schwellenwert durch Hochrechnung beurteilt: Lässt der auf zwölf Monate hochgerechnete Umsatz der ersten Monate erwarten, dass die Grenze erreicht wird, gilt die Steuerpflicht ab Beginn der Tätigkeit. Unterhalb dieses Schwellenwerts bleibt eine freiwillige Anmeldung möglich.
Wie wird eine Familie mit Kindern im Vergleich zu einer alleinstehenden Person besteuert?
Kinder begründen Anspruch auf besondere Abzüge — Kinderabzug, Betreuungskosten, Versicherungsprämien — und, je nach Kanton, auf einen anderen Tarif oder Steuersatz. Der tatsächliche Unterschied hängt stark von Wohngemeinde und Wohnkanton ab: Eine individuelle Berechnung ergibt ein verlässlicheres Bild als ein allgemeiner Grundsatz.
Firmengründung
Einzelunternehmen, GmbH oder AG: wie soll man wählen?
Das Einzelunternehmen verlangt kein Kapital und eignet sich für eine Tätigkeit, die von einer einzigen Person getragen wird, mit unbeschränkter persönlicher Haftung. Die GmbH verlangt ein Mindestkapital von CHF 20 000, vollständig liberiert, und beschränkt die Haftung auf das eingesetzte Kapital. Die AG verlangt CHF 100 000 Aktienkapital, davon mindestens CHF 50 000 bei der Gründung liberiert, und eignet sich eher für Vorhaben, die Investoren oder ein institutionelles Auftreten suchen. Die Wahl hängt vom Risiko der Tätigkeit, vom Finanzierungsbedarf und von der gewünschten steuerlichen Behandlung ab.
Welche Schritte sind für die Gründung einer GmbH nötig?
Es sind die Statuten zu erstellen, ein Kapitaleinzahlungskonto bei einer Bank zu eröffnen und dort das Kapital zu hinterlegen, die Gründungsurkunde öffentlich beurkunden zu lassen und die Gesellschaft danach im kantonalen Handelsregister einzutragen. Die Anmeldung bei den Sozialversicherungen und gegebenenfalls bei der MWST folgt der Gründung.
Muss ich mich als selbstständig erwerbende Person im Handelsregister eintragen lassen?
Der Eintrag wird obligatorisch, sobald der Jahresumsatz CHF 100 000 erreicht. Unterhalb dieses Schwellenwerts bleibt er freiwillig, kann aber die Glaubwürdigkeit der Tätigkeit gegenüber Partnern und Banken stärken.
Welche Pflichten entstehen unmittelbar nach der Gründung einer Gesellschaft?
Der Anschluss an eine AHV-Ausgleichskasse, die Einrichtung der beruflichen Vorsorge, sobald die Lohnvoraussetzungen erfüllt sind, die Eröffnung einer dem Obligationenrecht entsprechenden Buchhaltung und die Beurteilung der MWST-Pflicht. Je nach Grösse der Gesellschaft kommt zudem die Pflicht hinzu, eine Revisionsstelle zu bezeichnen.
Kann ich mein Einzelunternehmen später in eine GmbH umwandeln?
Ja, das ist ein üblicher Vorgang, wenn die Tätigkeit wächst oder das Bedürfnis entsteht, die persönliche Haftung zu begrenzen. Er kann durch Vermögensübertragung erfolgen, mit einer besonderen buchhalterischen und steuerlichen Behandlung, die vorwegzunehmen und nicht nachträglich zu entdecken ist.
Revision und internes Kontrollsystem
Ist meine Gesellschaft verpflichtet, eine Revisionsstelle zu haben?
Grundsätzlich ja, jede AG und GmbH untersteht dieser Pflicht. Es besteht eine Ausnahme: das Opting-out, vorbehalten für Gesellschaften mit weniger als zehn Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt, mit einstimmiger Zustimmung der Gesellschafter — was nicht von einer punktuellen eingeschränkten Revision befreit, wenn die Rechnung einen Verlust der Hälfte des Kapitals ausweist. Ausserhalb dieses Falls gilt je nach Grösse der Gesellschaft eine eingeschränkte oder eine ordentliche Revision.
Was ist der Unterschied zwischen eingeschränkter und ordentlicher Revision?
Die eingeschränkte Revision ist die vereinfachte Form, die auf die grosse Mehrheit der Schweizer KMU anwendbar ist: Sie stützt sich auf Befragungen der Verantwortlichen, Abstimmungen zwischen Buchhaltungsunterlagen und Belegen sowie eine analytische Durchsicht der Rechnung. Detailprüfungen bleiben möglich, jedoch gezielter als bei einer ordentlichen Revision, je nach festgestelltem Risikoniveau. Die ordentliche Revision, umfassender, ist in drei Fällen vorgeschrieben: bei Publikumsgesellschaften, bei Gesellschaften mit Konzernrechnungspflicht und bei Gesellschaften, die in zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren zwei der drei folgenden Schwellenwerte überschreiten — CHF 20 Millionen Bilanzsumme, CHF 40 Millionen Umsatz oder 250 Vollzeitstellen im Jahresdurchschnitt.
Was ist das Opting-out, und wer kann es beanspruchen?
Das Opting-out erlaubt es einer Gesellschaft, vollständig auf eine Revisionsstelle zu verzichten. Es ist Gesellschaften vorbehalten, die im Jahresdurchschnitt weniger als zehn Personen vollzeitlich beschäftigen, und setzt die einstimmige Zustimmung aller Aktionäre oder Gesellschafter voraus. Es befreit jedoch nicht von einer punktuellen eingeschränkten Revision, wenn die Rechnung einen Verlust der Hälfte des Kapitals ausweist.
Genügt die eingeschränkte Revision, wenn meine Aktionäre es so wünschen, obwohl meine Gesellschaft klein ist?
Ja, und das Gegenteil gibt es ebenfalls: Aktionäre, die mindestens 10 % des Kapitals vertreten, können eine ordentliche Revision verlangen, selbst wenn die Gesellschaft unter den gesetzlichen Schwellenwerten bleibt. Das nennt man Opting-up.
Welche Rolle hat die Revisionsstelle genau gegenüber dem Verwaltungsrat?
Die Revisionsstelle ist von der Geschäftsleitung unabhängig und prüft, ob die Jahresrechnung die Lage der Gesellschaft getreu wiedergibt und Gesetz und Statuten einhält. Sie führt das Unternehmen nicht und trägt keine Verantwortung für Führungsentscheide: Ihre Rolle ist ein Blick von aussen, keine Mitleitung.
Was ist das interne Kontrollsystem, und ist es obligatorisch?
Das interne Kontrollsystem umfasst sämtliche Verfahren, die eine Gesellschaft einrichtet, um ihre Abläufe abzusichern: Funktionentrennung, mehrstufige Freigaben, Nachvollziehbarkeit von Entscheiden. Seine förmliche Einrichtung wird ausdrücklich nur für Gesellschaften verlangt, die der ordentlichen Revision unterstehen; bei den übrigen berücksichtigt es die Revisionsstelle in ihrer Beurteilung, ohne eine ebenso ausführliche Dokumentation zu verlangen.
Weshalb interessiert sich ein Büro bei einer eingeschränkten Revision dennoch für das interne Kontrollsystem?
Ein solides internes Kontrollsystem verringert das Risiko von Fehlern oder Auffälligkeiten in der Rechnung, was die Revision selbst erleichtert und verkürzt. Auch ohne förmliche Pflicht gehört seine Prüfung zu einem ernsthaften Vorgehen bei der eingeschränkten Revision, über die blosse rechnerische Prüfung hinaus.
Welches sind die häufigsten Schwachstellen im internen Kontrollsystem von KMU?
Am häufigsten sind die fehlende Trennung zwischen der Person, die eine Ausgabe auslöst, und jener, die sie freigibt, ein unkontrollierter Zugriff auf Zahlungsmittel oder das Fehlen einer Prüfspur bei manuellen Buchungen. Es sind einfach zu behebende Punkte, sobald sie erkannt sind, von innen aber selten sichtbar.
Kann eine Prüfung des internen Kontrollsystems unabhängig von der Revision der Rechnung verlangt werden?
Ja. Ein Unternehmen kann eine Beurteilung seiner internen Abläufe wünschen, ohne dass dies Teil eines gesetzlichen Revisionsmandats ist: vor einer Kapitalaufnahme, bei einem Führungswechsel oder einfach, um eine Organisation abzusichern, die schneller gewachsen ist als ihre Verfahren.
Wie oft sollte das interne Kontrollsystem überprüft werden?
Eine jährliche Überprüfung im Zusammenhang mit dem Abschluss erlaubt es festzustellen, ob die bestehenden Verfahren noch der Realität des Unternehmens entsprechen. Ein Personalwechsel auf einer Schlüsselstelle, rasches Wachstum oder die Einführung eines neuen Zahlungsmittels sind ebenfalls Momente, die unabhängig vom üblichen Kalender eine punktuelle Überprüfung rechtfertigen.
Unternehmensberatung
Wann sollte man externe Beratung beiziehen, statt allein zu entscheiden?
Sobald ein Entscheid die Struktur dauerhaft bindet: Wechsel der Rechtsform, Neuordnung der Entlöhnung, Eintritt oder Austritt eines Gesellschafters, Übergabe des Unternehmens. Ein Blick von aussen erlaubt es, die Annahmen zu prüfen, bevor sie zu vollendeten Tatsachen werden — in einem Stadium, in dem Korrekturen noch einfach sind.
Wie wird der Austritt eines Gesellschafters vorbereitet?
Er setzt voraus, den Wert seiner Anteile zu bestimmen, den Austrittsweg festzulegen — Rückkauf durch die Gesellschaft, durch die übrigen Gesellschafter oder Verkauf an Dritte — und die steuerlichen Folgen des Vorgangs vorwegzunehmen. Der genaue Betrag und die steuerliche Behandlung hängen stark von der Struktur ab und verdienen eine eigene Analyse.
Was ist der Unterschied zwischen der Optimierung der eigenen Entlöhnung und einem steuerlichen Risiko?
Optimieren heisst, innerhalb des gesetzlichen Rahmens die wirksamste Aufteilung zwischen Lohn, Dividende und Vorsorge zu wählen. Das Risiko entsteht, wenn diese Aufteilung keine wirkliche wirtschaftliche Begründung mehr hat: Die Steuerverwaltung kann dann einen Teil der Konstruktion umqualifizieren. Die Grenze zwischen beidem wird im Einzelfall beurteilt.
Wie lässt sich die Übergabe eines Unternehmens, familienintern oder nicht, vorbereiten?
Eine Übergabe wird idealerweise mehrere Jahre im Voraus vorbereitet: Bewertung des Unternehmens, Wahl zwischen familieninterner Übergabe, Kauf durch das Kader oder Verkauf an Dritte, sowie steuerliche Strukturierung des Vorgangs. Je länger der Vorlauf, desto offener bleiben die steuerlichen und rechtlichen Optionen.
Ist eine punktuelle Beratung sinnvoll, oder braucht es ein laufendes Mandat?
Beides gibt es, und beides deckt unterschiedliche Bedürfnisse: Eine punktuelle Beratung eignet sich für einen einzelnen, klar abgegrenzten Entscheid, eine laufende Begleitung ist sinnvoll, wenn mehrere Entscheide über eine gewisse Zeit aufeinanderfolgen. Das Format wird nach der Natur der Frage gewählt, nicht standardmässig.
Schulung und Coaching
Richten sich die Schulungen an Führungskräfte, an Teams oder an beide?
An beide, in unterschiedlichen Formaten. Manche Schulungen zielen auf den individuellen Kompetenzaufbau in einem Fachgebiet — Buchhaltung, Steuern, Revision —, andere richten sich an ein ganzes Team zu Themen der Führung oder des Zusammenhalts. Das Format richtet sich nach Publikum und Zielsetzung.
Richtet sich eine Schulung in Buchhaltung oder Steuern an Anfänger oder an Fachleute?
Beide Zielgruppen sind möglich, der Inhalt unterscheidet sich jedoch grundlegend: Eine Einführungsschulung zielt auf Selbstständigkeit in den Grundlagen, eine Aufbauschulung auf die Auffrischung bereits solider Kenntnisse. Das Niveau wird immer vor der Schulung festgelegt, nicht während ihr.
Was ist eine massgeschneiderte Schulung konkret?
Es ist eine Schulung, die aus einer realen Situation heraus aufgebaut wird und nicht aus einem allgemeinen Unterlagensatz: Die verwendeten Beispiele, Dokumente und Übungen spiegeln die tatsächliche Tätigkeit der Teilnehmenden, was das Gelernte unmittelbar in den Alltag übertragbar macht.
Hat das Einzelcoaching einen Bezug zu den Treuhandleistungen des Büros?
Das Coaching kann Themen der Führung oder Organisation betreffen, ohne unmittelbaren Bezug zu Buchhaltung oder Steuern. Wenn es jedoch Führungsentscheide berührt — Delegation, Aufbau eines Teams, Entscheidungsfindung unter finanziellem Druck —, erlaubt es die doppelte Fachkompetenz des Büros, beide Dimensionen zu verbinden, statt sie getrennt zu behandeln.
Wie läuft eine Schulung im Unternehmen ab, in Dauer und Format?
Das Format reicht von einer kurzen, gezielten Sequenz bis zu einer über mehrere Sitzungen verteilten Begleitung, je nach Zielsetzung und Verfügbarkeit des Teams. Dauer und Rhythmus werden vor dem Start mit der Kundschaft festgelegt, nicht durch ein Standardformat.
Zusammenarbeit
Wie läuft ein erstes Gespräch mit dem Büro ab?
Ein erstes Gespräch, in der Regel von rund dreissig Minuten, erlaubt es, Ihre Situation und Ihr Anliegen zu verstehen, und gibt Ihnen Gelegenheit, die Fragen zu stellen, die sich Ihnen bereits stellen. Daraus folgt nicht automatisch eine Verpflichtung: Es dient dazu festzustellen, ob das Büro Ihrem Bedarf entsprechen kann und in welcher Form. Ist Ihr Anliegen bereits klar, ist dieses Gespräch nicht zwingend: Das Formular für die Offertanfrage erlaubt es, die für eine bezifferte Offerte nötigen Angaben direkt zu übermitteln. Und wenn sich Ihr Bedarf auf einige punktuelle Fragen beschränkt, kann dieses Gespräch bisweilen genügen, um sie zu beantworten, ohne dass ein breiteres Mandat nötig wäre.
Wie werden die Honorare festgelegt?
Das Büro veröffentlicht keine Tarifliste: Zwei dem Anschein nach gleich grosse Dossiers können sehr unterschiedliche Arbeit erfordern. Eine bezifferte, schriftliche Offerte wird erstellt, sobald die Situation bekannt ist, im Anschluss an das erste Gespräch.
Kann ich im Laufe des Jahres das Treuhandbüro wechseln, ohne dass es Probleme gibt?
Ja, das ist ein üblicher Schritt. Er setzt eine Übergabe des Dossiers durch die bisherige Beauftragte voraus — Rechnung, Belege, Korrespondenz mit den Behörden — und wird idealerweise ausserhalb der Abschluss- oder Deklarationsperioden geplant, um Reibungen zu begrenzen.
Arbeitet das Büro ausschliesslich mit Kundschaft aus der Region Nyon–Lausanne–Genf?
Das Büro hat seinen Sitz in Rolle und kennt diese Region gut, der grösste Teil der Arbeit erfolgt jedoch auf Distanz: Austausch von Dokumenten, Videokonferenz, elektronische Signatur. Der Standort der Kundschaft ist an sich kein Hindernis.
Welche Unterlagen soll ich vor einem ersten Termin bereitlegen?
Das hängt vom Thema ab, im Allgemeinen aber: die Dokumente, die Ihre aktuelle Situation beschreiben — Jahresrechnung, letzte Steuererklärung, Statuten der Gesellschaft, je nach Fall der Arbeitsvertrag — und eine klare Vorstellung davon, was das Anliegen auslöst. Der Rest klärt sich im Gespräch selbst.
Ihre Frage steht nicht dabei. Schreiben Sie sie uns. Oder fragen Sie eine Offerte an.